Friedhofsgärtnerei Rademacher
Friedhofsgärtnerei Heidefriedhof
Lutz Rademacher
Reißeckstraße 14, 12107 Berlin
Telefon: 030 / 706 55 36
Telefax: 030 / 705 91 97
Öffnungszeiten:
Mo - Fr von 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Sa von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr
So bis einschl. 7.9.2014 geschlossen
(sonst: 10.00 - 12.00 Uhr)

Heidefriedhof

Heidefriedhof Trauerhalle Die Gedenkstätte 1953 Die Gedenkstätte heute
Weitere Informationen zur Gedenkstätte auf dem Heidefriedhof erhalten Sie hier.

Der Heidefriedhof in Mariendorf ist der modernste Friedhof des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg. Die Bezeichnung des Friedhofes sagt bereits aus, welche künstlerische Idee vom Architekten Bernhard KYNAST bei seiner Anlage im Jahre 1951 zu Grunde gelegt wurde: die Grabfelder sind scheinbar ohne übergeordnetes Schema in einen Landschaftspark mit geschwungenen Wegen, großzügigen Grünflächen und schönem Baumbestand integriert.

Schon am Haupteingang zeigt sich der Charakter einer Heidelandschaft, die mit Bergkiefern und großen Wacholderbüschen durchsetzt ist. Im Laufe der Zeit wurde die Fläche des Friedhofes auf etwa 20 ha erweitert und bietet Platz für ca. 9000 Grabstellen. Das Fehlen von Alleen und Hecken im ursprünglichen Entwurf des Architekten KYNAST ergibt den Eindruck eines großzügigen Parkfriedhofes, der sich auch zur ruhigen Erholung und zur Vogelbeobachtung eignet. Leider haben die Entwicklungen der neueren Zeit dazu geführt, dass das ursprüngliche Konzept des Friedhofes ohne "typische" Heckenpflanzungen auszukommen zunehmend verwässert und dessen Einmaligkeit mehr und mehr verschwindet.

Auf dem Friedhof befinden sich u.a. die Grabstätten

  • des Malers und Grafikers Arthur DEGNER (1888 - 1972, Grabstelle E VII 42/43)
  • des DDR-Systemkritikers und Schriftstellers Jürgen FUCHS (1950 - 1999, Grabstelle D VII 335/36)
  • des Malers, Zeichners und Karikaturisten Ole JENSEN (1924 bis 1977, Grabstelle F VI 43/44)
  • des Dirigenten Egon KAISER (1901 - 1982)
  • des Ehepaars Ottilie und Hans KOLLWITZ (1900 - 1963 bzw. 1892 - 1971, Grabstelle A VI 29/30) und
  • des NS-Widerstandsmitglieds, Buchhändlers, Bezirksverordnetenvorstehers der BVV Tempelhof und Stadtältesten von Berlin Alfred MENGER (1901 - 1979, Grabstelle H I 229)

Zwei imposante Objekte bestimmen den Heidefriedhof: die Gedenkstätte für die Opfer der letzten Kriegstage 1945 in Berlin und die moderne Feierhalle am Ende der Hauptachse.
Am 21. 5. 1952 wurde das Mahnkreuz offiziell eingeweiht. Hier sind in 624 Einzel- und einem Sammelgrab etwa 675 deutsche Zivilisten und Soldaten des Zweiten Weltkrieges beigesetzt, die aus mehreren, z.T. provisorisch angelegten Notbestattungen des Bezirkes Tempelhof umgebettet wurden, um auf dem Heidefriedhof eine würdevolle Gedenkstätte zu finden.
Die moderne Trauerhalle wurde 1970/71 errichtet und am Volkstrauertag 1971 mit einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht.